§17 Aufgaben des Ehrengerichts

  1. Das Ehrengericht kann sowohl vom Vereinsvorstand als auch von den Mitgliedern in folgenden Fällen angerufen werden:

    1. Bei Beschwerden von Mitgliedern gegen einen Ausschluss oder eine Streichung aus dem Verein oder gegen eine andere vom Vereinsvorstand verhängte Maßregel
    2. Zur Schlichtung und Entscheidung bei Streitigkeiten einzelner Mitglieder untereinander, soweit diese mit Vereinsangelegenheiten in Zusammenhang stehen

  2. Das Ehrengericht kann einen Ausschluss, eine Streichung oder eine Maßregelung des Vorstands aufheben oder abändern.
  3. Sobald eine Beschwerde bei dem Vorsitzenden des Ehrengerichts eingeht, ist eine Sitzung des Ehrengerichts einzuberufen. Zu dieser Sitzung sind außer sämtlichen Mitgliedern des Ehrengerichts folgende Personen zu laden:

    1. der Beschwerdeführer
    2. das Mitglied, gegen das die Beschwerde gerichtet ist
    3. der Vereinsvorsitzende

  4. Nach Anhörung der Beteiligten hat das Ehrengericht nach genauer sachlicher Prüfung in geheimer Beratung eine Entscheidung zu treffen. Der Vereinsvorsitzende darf weder an der geheimen Beratung noch an der Abstimmung teilnehmen.
  5. Über die Verhandlung ist durch den vom Ehrengericht zu wählenden Schriftführer ein Protokoll zu führen, in dem das Vorbringen der Parteien und die Entscheidung des Ehrengerichts mit den Entscheidungsgründen niedergelegt werden muss.
  6. Das Ehrengericht ist beschlussfähig, wenn außer dem Vorsitzenden mindestens 2 Beisitzer anwesend sind. Im Falle der Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.
  7. Die Entscheidung ist dem Vereinsvorstand und den beteiligten Mitgliedern innerhalb von 14 Tagen nach der Sitzung schriftlich unter Mitteilung der Entscheidungsgründe bekanntzugeben.